Besson, Jacques, Theatrum oder Schawbuch allerley Werckzeug und Rüstungen

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114 157[Figure 157]
Des Authoris Propoſition zu der
Zwey
vnd Fünfftzigſten Figur.
Ein vngewöhnlich/ vn wie wir dafür haltẽ/ ſonderbare Machina/ Waſſer gegẽ einer groſſen Brunſt
zu
ſprützen/ wann das Fewr ſo groſs iſt/ daſsniemand vor hitz nahend kan hinzu kommen.
Erklerung dieſer Zwey vnd Fünfftzigſten Figur.
AVff den zweyen Kedern ligt ein Inſtrument/ das iſt gemacht wie ein ſpitziger Kegel/
deſſen
Spitz wendet ſich gegen Mitternacht.
Nahend bey ſeiner Baſ oder Boden iſt ein halber Cir-
ckel
/ durch deſſen hülff wirdt das Inſtrument höher oder nidriger gerichtet.
Nahend an dem ende ge-
gen
Mitternacht iſt ein Triechter/ durch welchen man das Waſſer hinein geuſst.
An dem Boden
deſs
Inſtruments/ oder gegen Mittag/ iſt ein Inſtrument einer Handheben gleich/ in dem iſt eine
Schrauben
/ mit welcher das jnnere Holtz auſs vnd eingezogen wirdt/ dafelbe muſs mit Werck vmb-
wickelt
ſein/ gleich wie an der gemeinen Sprützen der Apothcker zuſehen.
GLeich wie diſs ein herzliche ſchöne erfindung iſt/ alſo bedarff man ſie auch offt groſſe brunſten damit zu löſchen/ zu
denen
man nicht nahend kan hinzu gehen:
Iſt derhalben auch wol werdt/ daſs ſie weitleufftiger vnd heller erkleret
werde
/ damit ſie deſto leichter zuverſtehen ſey.
Die gantze Machina ligt auff zweyen Redern/ auff denen ſie
auch
/ wo man hin wil/ foztgeführet werden kan.
Das mittel des jenigen Rades/ ſo man ſihet/ iſt von der Mittagsliny 2.
Menſ
.
12. Part. von des Auffgangsliny 22. Part. vnd ſtehet auff vier Füſſen: deren zwen wie man ſihet/ ſein von den
zweyen
obberührten Linien/ der eine iſt zwar ferz 2.
Menſ. 2. Part. vnd 4. Part. der ander aber 18. Part. vnnd widerumb
18
.
Part. vnd werden von zweyen krummen Hocken gehalten/ die von dem Geſtell herab reichen. An dem Boden deſs
Geſtekls
gegen Mitternacht iſt ein Inſtrument/ einem Roſs gleich/ dazu zugerichtet/ daſs es die Machinam vnbeweg-
lich
halte.
Ferner ſein zwen andere Schenckel/ welche von den zweyen in die höhe gerichteten/ vnnd das Waſſerge-
feſs
zwiſchen jhnen halten den Höltzern/ ſich herab laſſen:
deren einer/ den man beſſer ſihet/ iſt mit einem Nagel ange-
efftet 2. Menſ. 18. Part. ferz von der Mittagsliny: Von deſs Auffgangsliny aber 1. Menſ. 16. Part. vnnd vom Mittag
ſelbs
3.
Menſ. von dem Nidergang aber 20. Part. das Waſſer gefeſs aber/ iſt darumb in fozm eins ſpitzigen Kegels for-
mirt
/ damit das Waſſer mit gröſſerer macht vnd vngeſtüme herauſs geſprützet werde.
Dann die andern gemeinẽ Sprü-
tzen
/ ſo wie ein lenglichte Seul ſormieret ſein/ ſprützen das Waſſer nicht mit einer ſolchen macht herauſs.
Ferner ſo muſs
er
beweglich ſein/ vnd auff ſeinen Angeln ſich können wenden laſſen/ dieſelben Angel gehen durch die Höltzer/ die daſs
Gefeſs
tragen/ deren der eine/ wie man ſihet/ iſt von der Mittagsliny fer 2.
Menſ. 9. Part. von deſs Auffgangsliny 1.
Menſ
.
7. Part. den andern Angel kan man wegen des gemälds nicht wol ſehen. Sie werden aber von einem Nagel ge-
richtet
/ welcher/ durch die halbe Zirckel reichet/ die man ruckwertz an dem Geſtell gegen Mittag ſihet/ deren nutz vnd
gebrauch
iſt/ daſs ſie die ſpitze deſs Gefeſſes auff heben/ vnd niderlaſſen/ nach dem die Brunſt hoch iſt.
Der Triechter
die
Schraub ſein dienſtlich zu dem jenigen/ davon vnſer Auſsleger hieoben geſagt.
158[Figure 158]

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