Bernstein, Aaron, Naturwissenschaftliche Volksbücher, Bd. 1/5, 1897

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34351 vom Erdmittelpunkt gerade ſo weit entfernt, wie B; ſcheinbar
iſt alſo die Kugel gar nicht gefallen.
Daß ſich die Kugel nun
auch in den folgenden Zeiten nicht nähern wird, zeigt uns
Fig.
9: Geht die Kugel von A aus und fliegt, ſtatt nach B
oder C, nach D, welches ebenſoweit von M entfernt iſt wie A,
ſo werden die beiden Kräfte ſie in der folgenden Sekunde nach E
bezw.
F treiben wollen, wobei in Wirklichkeit die Kugel nach G
gelangt, welches M auch nicht näher iſt, als A oder D.
Man ſieht nun leicht, daß
62[Figure 62]Fig. 8.C D C F M B E A dies Spiel ſo weiter fort-
geht, bis die Kugel endlich
einen Kreis durchflogen hat
und wieder nach A zurück-
gelangt.
Da aber die Kugel auch
hier nicht auf die Erde fallen
würde, ſo würde ſie ihren
Lauf fortſetzen, und ange-
nommen, daß ſie kein anderes
Hindernis fände, würde ſie
fortfahren, die Erde zu um-
kreiſen und ganz und gar
einen künſtlichen Mond vor-
ſtellen, der um die Erde läuft.
— Da endlich die Erde im
Umfang 5400 Meilen beträgt, ſo würde, wie eine leichte Rech-
nung zeigt, die Kugel nicht wie der Mond 29 und einen
halben Tag brauchen zu ihrem Rundlauf, ſondern ſie würde
ſchon in einer Zeit von anderthalb Stunden etwa ihre Rund-
reiſe um die Erde vollendet haben.
Wir brauchen nun freilich dem Leſer nicht erſt zu ſagen,
daß es eine ſolche Kanonenkugel nicht giebt.
Die ſtärkſte
Kanone vermag eine Kugel höchſtens 800 Meter weit in der
erſten Sekunde zu ſchleudern.
Denken wir uns aber

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