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Vergleich mit dem Lichte aushielt, die zweite Art aber, die das
Kunſtſtück verſteht, ſich im Innern der Körper zu verbreiten,
wo das Licht nicht eindringt, anderer Natur zu ſein ſchien. —
In der That findet man jetzt noch in manchen Lehrbüchern dieſe
zwei Arten von Wärme-Erſcheinungen wie zwei verſchiedene
Gegenſtände behandelt. Die Wärme, welche ein warmer Körper
ausſtrahlt, wird ganz ſo wie unſichtbares Licht betrachtet, dem
man keine ſtoffartige Natur zuſchreibt; gelangt indeſſen dieſe
ſelbige Wärme an einen Körper, welchen ſie erwärmt und be-
trachtet man die Erſcheinungen, unter welchen ſich dieſe Wärme
im Innern des Körpers fortpflanzt und durch unmittelbare
Verteilung auf andere Körper übergeht, ſo iſt es faſt, als ob
ein ſtoffloſes Weſen ſich plötzlich in ein ſtoffartiges verwandelt
hätte, und man ſpricht von Wärme wiederum als von einem
Fluidum, das für ſich ſelber eine Exiſtenz hätte.
Kunſtſtück verſteht, ſich im Innern der Körper zu verbreiten,
wo das Licht nicht eindringt, anderer Natur zu ſein ſchien. —
In der That findet man jetzt noch in manchen Lehrbüchern dieſe
zwei Arten von Wärme-Erſcheinungen wie zwei verſchiedene
Gegenſtände behandelt. Die Wärme, welche ein warmer Körper
ausſtrahlt, wird ganz ſo wie unſichtbares Licht betrachtet, dem
man keine ſtoffartige Natur zuſchreibt; gelangt indeſſen dieſe
ſelbige Wärme an einen Körper, welchen ſie erwärmt und be-
trachtet man die Erſcheinungen, unter welchen ſich dieſe Wärme
im Innern des Körpers fortpflanzt und durch unmittelbare
Verteilung auf andere Körper übergeht, ſo iſt es faſt, als ob
ein ſtoffloſes Weſen ſich plötzlich in ein ſtoffartiges verwandelt
hätte, und man ſpricht von Wärme wiederum als von einem
Fluidum, das für ſich ſelber eine Exiſtenz hätte.
Erſt in neueſter Zeit, wo man die Lehre von der “Er-
haltung der Kraft” als erwieſen annehmen muß und hierbei
wahrnimmt, wie allenthalben, wo Bewegungskräfte ſich zu ver-
lieren ſcheinen, Wärme auftritt, welche genau gemeſſen, ſtets
dem Verluſt an Kraft entſpricht, erſt jetzt ſieht man die Not-
wendigkeit ein, jede Art von Wärme nur als einen Zuſtand
der Körper zu betrachten und dieſen Zuſtand in Übereinſtim-
mung mit den Anſchauungen zu bringen, welche man längſt bei
der ſtrahlenden Wärme annahm.
haltung der Kraft” als erwieſen annehmen muß und hierbei
wahrnimmt, wie allenthalben, wo Bewegungskräfte ſich zu ver-
lieren ſcheinen, Wärme auftritt, welche genau gemeſſen, ſtets
dem Verluſt an Kraft entſpricht, erſt jetzt ſieht man die Not-
wendigkeit ein, jede Art von Wärme nur als einen Zuſtand
der Körper zu betrachten und dieſen Zuſtand in Übereinſtim-
mung mit den Anſchauungen zu bringen, welche man längſt bei
der ſtrahlenden Wärme annahm.
Bis vor kurzem ſtand unſere Naturwiſſenſchaft auf dem
höchſt intereſſanten Punkte, ganze Abteilungen ihrer bisherigen
Anſchauungen plötzlich als veraltet betrachten zu müſſen.
Große Partieen unſerer Lehrbücher waren in ihren Voraus-
ſetzungen nicht mehr haltbar. Die Lehre von der Wärme ging
einer gänzlichen Umarbeitung entgegen, und bereits die in
großem Umfange angelegten Anfänge ließen aufs deutlichſte er-
kennen, wie alle bisherigen Anſchauungen über die Naturkräfte
ganz neu aufzubauen waren.
höchſt intereſſanten Punkte, ganze Abteilungen ihrer bisherigen
Anſchauungen plötzlich als veraltet betrachten zu müſſen.
Große Partieen unſerer Lehrbücher waren in ihren Voraus-
ſetzungen nicht mehr haltbar. Die Lehre von der Wärme ging
einer gänzlichen Umarbeitung entgegen, und bereits die in
großem Umfange angelegten Anfänge ließen aufs deutlichſte er-
kennen, wie alle bisherigen Anſchauungen über die Naturkräfte
ganz neu aufzubauen waren.

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