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durch, wenn man ihm in irgend einer Weiſe eine Bewegung
erteilt, ſei es durch Stoß oder Druck oder Zug oder Fall,
wodurch die Körperteilchen genötigt ſind, ihren Ruheort zu
verlaſſen und ſich nach irgend einer Richtung im Raume fort-
zubewegen; hält man nun in irgend einer Weiſe dieſe Be-
wegung auf, ſei es durch einen Gegendruck, einen Gegenſtoß
oder ein Hindernis anderer Art, ſo fangen die Körperteilchen,
welche nicht vorwärts im Raume ſich fortbewegen können, in
ſich ſelber an zu zittern oder zu ſchwingen. Der Körper gerät
dadurch in eine innere Bewegung ſeiner Atome, und dieſe
Bewegung iſt um ſo ſtärker, je ſtärker die Kraft war, mit
welcher er ſich früher im Raume fortbewegte, und dieſes Zittern
oder Schwingen, dieſe Überſetzung der äußeren Fortbewegung
in eine innere oder Atom-Bewegung iſt eben die entſtehende
Wärme.
erteilt, ſei es durch Stoß oder Druck oder Zug oder Fall,
wodurch die Körperteilchen genötigt ſind, ihren Ruheort zu
verlaſſen und ſich nach irgend einer Richtung im Raume fort-
zubewegen; hält man nun in irgend einer Weiſe dieſe Be-
wegung auf, ſei es durch einen Gegendruck, einen Gegenſtoß
oder ein Hindernis anderer Art, ſo fangen die Körperteilchen,
welche nicht vorwärts im Raume ſich fortbewegen können, in
ſich ſelber an zu zittern oder zu ſchwingen. Der Körper gerät
dadurch in eine innere Bewegung ſeiner Atome, und dieſe
Bewegung iſt um ſo ſtärker, je ſtärker die Kraft war, mit
welcher er ſich früher im Raume fortbewegte, und dieſes Zittern
oder Schwingen, dieſe Überſetzung der äußeren Fortbewegung
in eine innere oder Atom-Bewegung iſt eben die entſtehende
Wärme.
Über das, was im Innern eines ſolchen Körpers vorgeht,
ſind freilich noch die vorzüglichſten Theoretiker nicht einig.
Während Kröning und Clauſius annahmen, daß die Körper-
Atome ſelber zittern, ſchwingen oder wie man es wiſſenſchaft-
lich ausdrückt, um ihre Gleichgewichts-Lage oszillieren, nahm
Redtenbacher in ſeinem “Dynamiden-Syſtem an, daß die
Äther-Atome, welche die Körper-Atome umhüllen, jene Schwin-
gungen vollziehen. — Dieſer Streit muß nun entſchieden
werden durch die weitere Unterſuchung, welche der beiden An-
ſchauungen beſſer im ſtande iſt alle einzelnen Erſcheinungen
der Wärme zu erklären, wie z. B. die Ausdehnung der Körper,
die Fortpflanzungsgeſchwindigkeit der Wärme in verſchiedenen
Maſſen, das Verhalten der Gaſe, der Flüſſigkeiten und der
feſten Körper in dem Wärme-Zuſtand, wie das Schmelzen, das
Verdampfen, das Gefrieren, Erſtarren, Kryſtalliſieren u. ſ. w.
— Für unſer Thema ſind indeſſen beide Anſchauungen darin
gleich, daß ſie auf der Lehre von der “Erhaltung der Kraft”
baſieren und darin übereinſtimmen, daß nach beiden die
ſind freilich noch die vorzüglichſten Theoretiker nicht einig.
Während Kröning und Clauſius annahmen, daß die Körper-
Atome ſelber zittern, ſchwingen oder wie man es wiſſenſchaft-
lich ausdrückt, um ihre Gleichgewichts-Lage oszillieren, nahm
Redtenbacher in ſeinem “Dynamiden-Syſtem an, daß die
Äther-Atome, welche die Körper-Atome umhüllen, jene Schwin-
gungen vollziehen. — Dieſer Streit muß nun entſchieden
werden durch die weitere Unterſuchung, welche der beiden An-
ſchauungen beſſer im ſtande iſt alle einzelnen Erſcheinungen
der Wärme zu erklären, wie z. B. die Ausdehnung der Körper,
die Fortpflanzungsgeſchwindigkeit der Wärme in verſchiedenen
Maſſen, das Verhalten der Gaſe, der Flüſſigkeiten und der
feſten Körper in dem Wärme-Zuſtand, wie das Schmelzen, das
Verdampfen, das Gefrieren, Erſtarren, Kryſtalliſieren u. ſ. w.
— Für unſer Thema ſind indeſſen beide Anſchauungen darin
gleich, daß ſie auf der Lehre von der “Erhaltung der Kraft”
baſieren und darin übereinſtimmen, daß nach beiden die

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